Die 17 Ziele für eine weltweit nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) wurden auf dem UN-Gipfel im September 2015 einstimmig von allen Mitgliedsstaaten beschlossen. Doch darüber wurde und wird in der Öffentlichkeit bislang wenig gesprochen. "Dies wollen wir mit unseren "Weltbaustellen" und anderen Aktionen und Kampagnen hier in Minden und der Region Ostwestfalen ändern" sagt Katja Sonntag vom Welthaus Minden. "Denn alle die großen Themen, mit denen wir derzeit in den Tagesnachrichten konfrontiert sind, haben etwas mit diesen Zielen zu tun.

Seit 2017 ist das Welthaus Partnern*in des 17plus-Nachhaltigkeitsnetzwerk.

17plus netzwerkpartner 600

Am 20. November 2019 wurde das Netzwerk von der Deutschen UNESCO-Kommission zusammen mit 55 Lernorte, 35 weiteren Netzwerken und 9 Kommunen für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet!

Aus einer für die Mindener Nachhaltigkeitswoche entstandenen Webplattform hat sich ein regionales Netzwerk entwickelt, das vorbildhaft dazu beiträgt, Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Breite zu tragen und in der Region zu verankern. Die Netzwerkpartner zeigen beispielhaft, wie sich eine Region auf den Weg in Richtung Nachhaltigkeit machen kann!

 

"Die 17 SDGs verpflichten z.B. alle Staaten dazu, Armut und Hunger wirksam zu bekämpfen, Frieden, den Zugang aller Menschen zur Justiz, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern, aber auch einen faireren Welthandel durchzusetzen und negative Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt zu minimieren. Mit den neuen Zielen wird nicht mehr nur (wie bei den Milleniumszielen) auf die sogenannten "Entwicklungsländer" geschaut, sondern jede einzelne Nation, jedes Bundesland und jede Kommune ist verpflichtet, eigene überprüfbare Maßnahmen zu Erreichung der Ziele zu installieren.

Bildergalerie SDGs

Visualisierungen 17 Ziele

Die SDGs, also die Weltentwicklungsziele für eine nachhaltige und gerechtere Welt gibt es auch als Download hier :

 

 

Broschüre in Leichter Sprache „17 Ziele für eine bessere Welt“ (pdf, 3.8 MB)

Die SDGs sollten in allen Ländern der Erde ein wichtiger Bezugspunkt für politisches Handeln werden. Bedingung dafür ist, die SDGs zu kennen und sich mit ihnen (kritisch) zu beschäftigen. Dafür haben wir u.a. die folgenden Aktionen und Kampagnen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durchgeführt:

2019

August 2019 – März 2020: Thementage mit Fairkostung zu verschiedenen Bereichen des Fairen Handels

20. November: das Netzwerk 17plus erhält UNESCO-Auszeichnung für BNE (s.o.)

16. - 30. Oktober: Die Ausstellung „Stille Heldinnen – Das Leben nachhaltig gestalten.“ von HelpAge Deutschland thematisiert neben den Schicksalen der Frauen die weltweit geltende Agenda 2030 mit ihren UN-Nachhaltigkeitszielen. Sechs Themen der Agenda (Armut beenden, Gesundheit, Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, saubere Energie sowie Leben an Land) werden dabei besonders beleuchtet. Ausstellungsort: Offene Kirche St.Simeonis

23. September 2019 : Einweihung des Wandbildes mit der Künstlerin Cecilia Herrero-Laffin, allen Beteiligten und mit Schüler_innen von FFF Minden bei Musik und kleinem Imbiss statt. http://www.welthaus-minden.de/index.php/bildungsarbeit 

Wandbild Simeonskirchhof1

Im Anschluss und im Zusammenhang mit der Fridays for Future - Aktionswoche vom 20.09. bis 27.09.19 fand ein Vortrag mit Diskussion im Mindener Hansehaus mit der Referentin Tanja Brumbauer vom Institut für zukunftsfähige Ökonomien (ZOE) statt. Tanjas wissenschaftliche Kompetenzen liegen u.a. in den Bereichen Transformative Wissenschaft, Graswurzelbewegungen in Prozessen einer sozial-ökonomischen Transformation und Nachhaltiger Konsum. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jens Elmer aus Münster (Oikocredit).

Die fridays-for-future-Bewegung thematisiert viele der SDGs (insbesondere die Ziele 13, 14 und 15). Sie behandeln explizit ökologische Themen. Sie formulieren Maßnahmen für den Klimaschutz (SDG 13) und fordern einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen und dem Leben an Wasser (SDG 14) und an Land (SDG 15). Damit der wirkungsvolle Schutz des Klimas umgehend beginnt und weltweit gelingen kann, haben auch Schülerinnen und Schüler in Minden bereits seit Anfang des Jahres 2019 auf den Fridays for future (FFF) - Demos ihre Haltung und Forderungen deutlich gemacht. Deshalb hat das Welthaus Minden sich erneut und dieses Mal zusammen mit Schüler*innen von FFF Minden an der Kampagne „Weltbaustellen“ des Eine Welt Netz NRW beteiligt. Kunst im öffentlichen Raum regt zu Diskussionen über eigene Handlungsmöglichkeiten an

16. September: BUKO Pharma: Macht uns der Klimawandel krank? Kooperationspartnerschaft bei der Podiumsdiskussion im BÜZ Minden


14. September: Schnurrviertelfest mit Nachhaltigkeitsmarkt, SDG-Ausstellung und Seebrücke-Stand
24. Juni: Der Kreis wird Fairtrade-Kreis. Mitarbeiter*innen des Welthaus Minden haben im Vorfeld Akteure beraten und Kompetenzen vermittelt.

06. + 07. April:
Das Welthaus Minden war von Anfang an mit Informations- und Aktionsständen auf den Holztagen (früher Heizholztagen) auf der Pohlschen Heide vertreten. Dieses Mal haben wir uns mit verschiedenen Gruppen aus dem Kreisgebiet vernetzt und haben mit einem Gemeinschaftsstand zum Thema Nachhaltigkeit über unsere Arbeit und Handlungsmöglichkeiten informieren. Mit dabei sind außer dem Welthaus Minden (u.a. mit der SDG-Ausstellung), der Evangelischer Kirchenkreis Minden mit Handy-Sammelaktion, der BUND mit Infos zum Plastikfasten und REFILL, die SoLaWi Minden, die Bienenfreunde und das GWÖ- und Quartiersbüro mit der Initiative Minden Unverpackt informieren über den Stand ihrer Projekte. „Klima, Umwelt, Region“ lautet das Motto der Holztage 2019. Besucher*innen konnten zur späteren Kontaktaufnahme mit den nachhaltigen Projekten aus dem regionalen Netzwerk den Falter „Angehen Einbringen Fairändern“ mitnehmen.

2018

02. Oktober:
Unser Beitrag zu den Wandeltagen im Rahmen der Mindener Nachhaltigkeitswochen ist eine Schoko- und Weinverkostung mit fairen Produkten im Welthaus Minden

30. September:
Stand auf dem FairWandelFest in der Obermarktstraße mit "Fair-Werfen". Spielerische Auseinandersetzung mit den 17 nachhaltigen Weltentwicklungszielen / SDGs / der Agenda 2030

14.-28. September:
faire Woche mit dem Ziel sogenannte Carrotmobs durchzuführen. Ein Anteil i.H.v. 110,- € aus den erzielten Erlösen im Weltladen konnte in ein Klimaschutzprojekt von Preda investiert werden.

13. September:
Vortrag / Infoveranstaltung „Die Welt im Wasserstress“ im Rahmen der Mindener Nachhaltigkeitswoche in Kooperation mit dem BF (BildungsForum Lernwelten)

08. September bis 10. November:
Mindener Nachhaltigkeitswochen (MiNaWo) und Wandeltage:

08. September:
Auf dem Schnurrviertelfest in der oberen Altstadt Mindens startet in der Zeit von 11-17.00 Uhr die Mindener Nachhaltigkeitswoche (MiNaWo) mit dem 2. Nachhaltigkeitsmarkt auf dem Gelände zwischen der alten Vincke-Schule und der Rückwand des Mindener Museums. Anmeldung / Organisation: Welthaus Minden.

19. Juli - 16. August:
Unter dem Motto »5 mal die Welt retten« lädt die Projektgruppe »Gemeinwohl-Ökonomie und Ethischer Welthandel« in Kooperation mit der Stadtbibliothek und dem Mindener Welthaus jeweils donnerstags um 18 Uhr zu einer Lese- und Diskussionsreihe über aktuelle Beiträge zur sozial-ökologischen Transformation ein.

12. Mai:
Weltladentag 2018: Fokus auf nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster. Mit der kommenden politischen Kampagne rufen wir die Mitglieder des Deutschen Bundestags dazu auf, Unternehmen in die Pflicht zu nehmen und somit zum Erreichen des Nachhaltigen Entwicklungsziels 12 „Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen“ beizutragen. Was den Aktionstag rund macht, ist das klare Ziel, politische Forderungen zu stellen und es nicht nur beim Konsum zu belassen.

19. April:
das Kath. Bildungswerk Minden veranstaltet mit uns als Kooperationspartner eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Eine gerechtere Welt ist möglich“. Dr. Wolfgang Kessler referiert über Gelebte Modelle einer fairen und nachhaltigen Wirtschaft um 19.30 Uhr im Haus am Dom in Minden.

13. März: Nachhaltigkeitstour der LAG 21 "Gemeinsam für Nachhaltigkeit" im BÜZ Minden ab 16.00 Uhr:.

2017

17. Oktober: Multivisonsshow "Im Reich der Maya" in der Offenen Kirche St. Simeonis: Fairer Handel – Mystik – Abenteuer

12. Oktober: KONZERT – LESUNG – DISKUSSION mit ALBERTO ACOSTA UND GRUPO SAL Ein gutes Leben für alle?! Dieser Utopie geht Alberto Acosta, ehemaliger Minister und Präsident der verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador sowie Mitbegründer der bekannten Yasuní-Initiative, an diesem Abend nach. Er ist die wohl prominenteste Stimme des Buen Vivir, dem lateinamerikanischen Ansatz, der für ein gutes und erfülltes Leben der Menschen in Gemeinschaft und Achtung der Natur steht. Außerdem erwarten euch an diesem Abend ein Markt der Alternativen, an dem sich die beteiligten Gruppen mit ihrer Arbeit präsentieren: Attac, Gruppe Gemeinwohlökonomie & ethischer Welthandel, Ver.di, BUND (Moorhus/NABU), GreenFairPlanet, Ev. Kirchenkreis (mit Handy-Sammelaktion), Solawi (mit ein bisschen Gemüse), Amnesty International, Integrationsbeauftragte der Stadt Minden, Kolpingsfamilie, Café der Kulturen, Weltladen ... . Der Mindener Bürgermeister Michael Jäcke wird nicht nur Schirmherr dieser Veranstaltung, sondern auch der 1. Mindener Nachhaltigkeitswoche MiNaWo 

4. Oktober:  Filmvorführung ‚Agrokalypse‘ im Kleinen Theater am Weingarten in Kooperation mit der VHS Minden und Amnasty International in Anwesenheit des Regisseurs Marco Keller. AGROKALYPSE erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohner vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Fleischkonsums und zeigt, wie wir mit Lebensmitteln die Welt verändern.

12. - 29. September:

Projekt Planet Plastic Erdöl.Macht.Müll. Jährlich werden weltweit mehr als 200 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Eine Welt ohne Plastik ist nicht mehr denkbar, aber inwiefern kann der Ge- und Verbrauch von Plastik reduziert werden? Im Söderblom-Gymnasium Espelkamp setzen sich Schüler_innen der 8. Klassen mit den Hintergründen der Rohstoffgewinnung, Verarbeitung und Folgen für Mensch, Umwelt, Wirtschaft und Politik auseinander. Link zum Pressebericht in der Neuen Westfälischen: "Sich sorgen statt entsorgen"

13. Juni:
WEED e.V. führt mit Grundschüler*innen der GS Nordhemmern ein Projekt zu fairem Spielzeug durch

10. Juni:
Umwelttag / Fahrrad-Aktionstag 11-18 h auf dem Mindener Marktplatz mit Verkauf von fairen Produkten und SDG-Ausstellung

24. Januar. - 31. März:
Handysammelaktion:
Alte Handys in der Schublade? Das Welthaus Minden ruft zum Sammeln alter Handys für das Recycling auf. Dabei wird auch über die problematischen Seiten der Handyproduktion und -entsorgung für Menschenrechte und Umwelt informiert. Der Erlös der Aktion geht an verschiedene Menschenrechtsprojekte von z.B. Brot für die Welt und MÖWE (Mission,Ökumen und Weltverantwortung) in Dortmund.

2016

30. Oktober: SDG-Ausstellung und Vortrag mit Infostand in der Petrikirche | Minden

24. September:
Enthüllung der Weltwand Minden
Königsstr. 9 | Minden

Weltwand

19. September
Film "The Power of Change - die Energierebellion" im Hansehaus | Minden |in Kooperation mit VHS Minden

10. September
Hallo Schnurrviertel
Ritterstraße | Minden

25. August
Auftaktveranstaltung StreetArt zur UN Agenda 2030
St. Simeoniskirche | Minden

21. Mai
40 Jahre Welthaus und Engagement für eine gerechte Welt
Scharn | Minden

28. April
Eintritt frei - Kirchenkino
Offene Kirche St. Simeonis | Minden
Wertvoll Einkaufen - Minden kann fair
Minden

 

2015

Mit Kanzlerin Merkels Unterschrift ist es jetzt regierungsamtlich:

Auch Deutschland ist in vielerlei Hinsicht ein Entwicklungsland.

Mit Unterschriften von Regierungschefs allein ist es aber nicht getan. Wenn die Ziele bis zum Jahr 2030 tatsächlich erreicht werden sollen, sind tiefgreifende Veränderungen in Politik und Wirtschaft, aber auch bis hinein in unseren Lebens- und Arbeitsalltag nötig. Um die notwendigen Veränderungen anzustoßen und durchzusetzen, ist eine breite, gründliche und geduldige Debatte in der Zivilgesellschaft unerlässlich. Einen starken Impuls soll dabei die StreetArt-Kampagne " Weltbaustellen" des Eine Welt Netz NRW bieten.

Ausführliche Informationen zu den globalen Entwicklungszielen finden Sie beim Eine Welt Netz NRW

Besonders zu empfehelen ist die Broschüre (Download) "Die 2030-Agenda" (Hrsg.: terre des hommes u.a., Bonn 2016)

Das Welthaus Minden startete im Sommer 2016 die Street-Art Kampagne mit einem Wandbild in der oberen Altstadt Mindens, denn dort findet bereits Begegnung und Gespräch statt: Rund um die WeltWand am Caritas-Gebäude in der Königstraße 9 gruppieren sich die Simeonsherberge, die offene ev. Kirche St. Simeonis, die kath. St. Mauritius-Kirche, der ca. 1500 qm großer Pauline von Mallinckrodt Platz, die Caritas (mit Flüchtlingsberatung, Wärmestube und Kleiderkammer) und das Eine-Welt-Dorf. Die Stadt Minden setzte bei der Entwicklung des "Simeonsquartiers" als öffentlichen Raum für Begegnung und Teilhabe erste Akzente mit den Illuminationen des Kirchturmes von St. Simeonis und auch die ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe engagiert sich für eine lebendige und nachhaltige Stadtgemeinschaft.

Eine erste Gelegenheit, sich vor Ort zu begegnen, bat die Auftaktveranstaltung am 25.08.16, die vor der Wand und in der Kirche St. Simeonis stattfanden. Der Verein für aktuelle Kunst Minden - Lübbecke (VfaK) stand mit Gesine Frank dem Welthaus Minden von Anfang an beratend zur Seite. Zwei Künstlerinnen aus dem Globalen Süden und Norden waren eingeladen, sich an dieser Wand bzw. im Entstehungsprozess des Wandbildes zu begegnen. Ihre Herkunft repräsentiert jeweils die Nord- und die Südhalbkugel der Erde. In Minden konnten mit Unterstützung des VfaK zwei weibliche Künstlerinnen gefunden werden. Dieses Künstlerinnen-Tandem besteht aus Cecilia Herrero-Laffin und Katja Rosenberg. Frau Herrero, gebürtige Argentinierin, studierte und lebte auch in Nicaragua und wohnt jetzt in Bielefeld. Sie hat schon an vielen Wandbildern u.a. in Bielefeld und Hamburg mitgewirkt. Frau Rosenberg, Mitglied im VfaK, wuchs in Bad Oeynhausen auf und lebt seit vielen Jahren in London. Sie entwickelte die Idee, aus vielen Teilen der Welt Künstlerinnen und Künstler um Ideen/Skizzen zu den SDGs zu bitten, um diese dann gemeinsam mit Frau Herrero zu einem Gesamtkunstwerk zusammen zu führen. Über diesen Entstehungsprozess nebst Kurzportraits aller mitwirkenden Künstler_innen informierte ein Film die Besucherinnen und Besucher auf der Auftaktveranstaltung am 25.08.16.

Am 24. September 2016 schließlich wurde das gedruckte Kunst-Banner an der WeltWand installiert und feierlich eingeweiht werden. Ziel ist es, beim Betrachten zum Nachdenken über die Zukunft in einer gemeinsamen Welt angeregt zu werden. Wandmalerei oder Streetart ist weltweit zu einer aktuellen Kunstform geworden, die stets viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Begleitend zu dem WeltWand-Projekt wurden verschiedene Veranstaltungen und Aktionen geboten: Im Jugendhaus Schmiede wurden schon in den Schulferien während der Sommerferienspiele Bilder zum Ziel Nummer 14 gemalt (Ozeane und Meere erhalten und nachhaltig nutzen). Gleichzeitig mit der WeltWand-Installation fand ein Graffiti-Jam in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Alte Schmiede statt.

Zum Ziel "Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen erreichen" gab es im September begleitend eine Ausstellung über Sexismus in der Stadtbücherei Minden, sowie einen Vortrag zu Sexismus / Feminismus.

Die Kampagne wird koordiniert vom Eine Welt Netz NRW. Das Eine Welt Netz NRW e.V. ist der Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen und Einzelpersonen in NRW. Unabhängig und selbst-organisiert stärkt das Eine Welt Netz NRW seit 1991 zivilgesellschaftliches Eine-Welt-Engagement in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern setzt sich das Eine Welt Netz NRW für fairen Welthandel und globalen Umweltschutz, für weltoffene Politik und kulturelle Vielfalt, für Menschenrechte und friedliche Konfliktlösung ein.

Im Rahmen der StreetArt-Kampagne "Weltbaustellen" des Eine-Welt-Netz NRW entstand im August/September 2016 ein Wandbild mit internationaler künstlerischer Beteiligung am Caritasgebäude, Königstr. 9 in der oberen Altstadt von Minden. Veranstalter ist das Informationszentrum 3. Welt Minden e.V. in Kooperation mit dem Verein für aktuelle Kunst Minden-Lübbecke e.V. 

Weltwand

Weltwand Minden  

Hier gelangen Sie zur Kampagnenzeitung Minden

Ebenso wie die vielen anderen Aktionen der Kampagne der Weltbaustelle Minden, soll das Projekt zur Auseinandersetzung mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der UN (SDGs) anregen und Möglichkeit zur Diskussion und Vernetzung bieten. 

Im Projekt "Weltwand" begegnen sich zwei Künstlerinnen, deren Herkunft jeweils für die Erdteile des globalen Südens und Nordens steht. 
Die in Bielefeld lebende Cecilia Herrero-Laffin stammt aus Argentinien. Im Fokus ihrer Arbeit steht das Motiv der einfachen Arbeiterin ihrer südameikanischen Heimat. In liebevollen Inszenierungen geben figurative Skulpturen und Acrylmalereien den Näherinnen, Putzfrauen oder Köchinen einen würdevollen Raum. Ohne Sie zu heroisieren zeichnen Sie doch das Bild der unerbittlich fleißigen Schaffenden, die der Wirtschaftskrise trotzen und damit zum Puls der argentinischen Gesellschaft werden.
Katja Rosenberg ist in Bad Oeynhausen aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in London, wo sie das Projekt Artcatcher mitbegründet hat, in dem sie viele Ausstellungen kuratiert und initiiert hat. Die Illustratorin ist seit 10 Jahren im Verein für aktuelle Kunst und bringt in ihren Projekten immer wieder Künstler*innen aus der Region, London und der ganzen Welt zusammen.

Im Prozess des Entstehens der Weltwand haben die Künstelinnen sich entschlossen, die Aspekte "Global" und "Vernetzung" wörtlich zu nehmen und 19 internationale Künstler*innen eingeladen, Zeichnungen zu den SDGs einzureichen. Zusammen mit der Malerei von Cecilia Herrero-Laffin wachsen diese in einer digitalen Kollage von Katja Rosenberg zu einem Gesamtkunstwerk zusammen, das seit dem 24. September 2016 an der Wand des Caritasgebäudes zu sehen ist.

Den Entstehungsprozess und die Ideen einzelner internationaler Künstler_innen zu den SDGs dokumentiert der Videokünstler Eric Nagel in einem Film, der auf der Auftaktveranstaltung am 25. August 2016 gezeigt wurde.

Einweihung Weltwand Minden

Am 24. September schließlich wurde das gedruckte Kunst-Banner an der WeltWand installiert und feierlich eingeweiht werden. Begleitend zu dem WeltWand-Projekt gab es im Jugendhaus Alte Schmiede in Minden-Dankersen ein Graffiti-Jam, im Hansehaus wurde gemeinsam mit der VHS Minden der Film "Power to change - die Energierebellion" gezeigt und zum Ziel "Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen erreichen" (Ziel Nr. 5) gab es im September begleitend eine Ausstellung über Sexismus in der Stadtbücherei Minden mit einem interaktiven Vortrag zu Feminismus von Jasmin Mittag.

Vortrag1Martina Schaub (Geschäftsführerin von Südwind e.V., Bonn) hielt einen bewegenden Fachvortrag mit besonderem Blick auf das Ziel Nr. 5 (Geschlechtergerechtigkeit und Stärkung der Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen auf der Welt)

 

MusikMusikalische Unterstützung - Jazz vom Feinsten mit Pit Witt und Jördis Treude

 

GruppenfotoGruppenfoto vor der Weltwand
(v.l.: Künstlerin Katja Rosenberg, Stefan Straube-Neumann vom Welthaus Minden, Künstlerin Cecilia Herrero-Laffin, Katja Sonntag vom Welthaus Minden, Gesine Frank vom VfaK, Sebastian Bonse vom Eine Welt Netz NRW und Bürgermeister Michael Jäcke)

 

 

Aktuelle Veranstaltungen und Aktionen der AG von Frauengruppen und engagierten Bürgerinnen im Kreis Minden-Lübbecke gibt es regelmäßig hier:

https://ag-frauen-minden.de

Frauen zwischen Diskriminierung und Benachteiligung

Dienstag 15. November 2016 um 18.00 bis 20.00 Uhr
Stadtbibliothek Minden, Königswall 99, 32423 Minden

Die meisten Menschen erkennen den schmalen Grat zwischen einer harmlosen und einer sexistischen Bemerkung, wie Studien immer wieder belegen. Dennoch ist Alltagssexismus immer noch weit verbreitet und wird verharmlost. Er reicht von einer anzüglichen Frage im Gespräch bis hin zu einer offensichtlichen Belästigung in der Öffentlichkeit.

Doch ist Alltagssexismus, den wir alle kennen, nur die Spitze des Eisberges.  Frauen werden nicht nur in ihrer Lebenswelt aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert. Vor allem auch in so wichtigen Bereichen wie Bildung, Politik, Wirtschaft und Gesundheit sind Frauen im deutschsprachigen Raum sowie global gesehen weiterhin stark benachteiligt, wie unter anderem der jährliche Global Gender Gap Report ermittelt.

Die feministische Bewegung stellt hier Zusammenhänge her und diskutiert Diskriminierung auf sämtlichen Ebenen. Im Rahmen einer interaktiven Präsentation werden wir uns mit geschlechtsbezogener Diskriminierung beschäftigen. Wir werden gemeinsam erarbeiten wie vielfältig die Themen von Feminismus sind und uns Zahlen und Fakten rund um geschlechtsbezogene Diskriminierung anschauen. 

Die Referentin:

Jasmin Mittag setzt sich als Aktivistin für verschiedene Themenbereiche ein, dazu gehören Anti-Diskriminierung, Feminismus, Grundeinkommen, Nachhaltigkeit, Gemeinwohlökonomie und Minimalismus.

Ein Großteil ihrer Arbeit widmet sie der sozialen Bewegung, die sich für Frauenrechte und Gleichstellung stark macht. Mit der Kampagne „Wer braucht Feminismus?“ möchte sie auf geschlechtsbezogene Diskriminierung aufmerksam machen und zur Imageverbesserung von dem Begriff Feminismus beitragen. Die Kampagne – ursprünglich unter dem Titel "Who needs feminism?" von amerikanischen Studierenden initiiert – sammelt Argumente für Feminismus, die online verbreitet und in einer Wanderausstellung präsentiert werden. In den letzten 4 Jahren sind über 1500 Statements zusammengekommen. 

Pressefoto:

 

Pressefoto

Abgebildet: Denise M'Baye, Schauspielerin   |   Copyright: Jasmin Mittag / Wer braucht Feminismus?

 

Veranstalter:

Welthaus Minden in Kooperation mit der Stadtbibliothek und der Gleichstellungsstelle der Stadt Minden

 

weitere Infos:

 

Links zum Thema/Artikel:

 

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Frauen zwischen Diskriminierung und Benachteiligung 

 

Vortrag Minden SDG Martina SchaubVortrag von Martina Schaub

Minden - Stadt des Fairen Handels seit 2015

Nach dem Ratsbeschluß 2014, sich um den Titel "Fairtrade Town" (Stadt des Fairen Handels) zu bewerben, leitete die Steuerungsgruppe die notwendigen Massnahmen zur Erfüllung der Kriterien ein.

Neben Weltladen und Informationszentrum 3. Welt Minden sind die Stadt Minden, die Verbraucherzentrale, die IHK, die Kolpingsfamilie, der Ausschuss Weltverantwortung, Ökumene und Mission der evangelischen Kirche (WÖM) die weiteren Mitglieder der Steuerungsgruppe.

Seit 2015 darf sich Minden als "Stadt des fairen Handels" bezeichnen.

2017: Nach einer eingehenden Prüfung durch TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt e.V., kann sich die Weserstadt für weitere zwei Jahre Stadt des Fairen Handels nennen. 

Weitere Infos auf der seite der Stadt Minden: FTT Minden

Doch schon seit dem 14.02.2013 kann sich Bad Oeynhausen und seit dem 10.11.2013 Bünde Fairtrade Town nennen. Neben Herford und Lemgo sind viele weitere Städte schon mit dabei. In einer interaktiven Karte kann man sich Fairtrade Towns, Fairtrade schools sowie faire Universitäten anzeigen lassen. Wie wird man FairtradeTown? Lesen Sie hier

Für Landkreise, Schulen, Kindertagesstätten gibt es ebenfalls Kriterien um eine Fairtrade Auszeichnung zu bekommen und die Menschen in den Produktionsgebieten gerecht zu unterstützen.

Ihr/Sie wollen eine faire Schule werden ? Wir unterstützen und beraten euch dabei ! Hier geht`s schon mal zu den 5 Bedingungen: Fairtrade Schools

Bei uns und auch hier gibt es Unterstützung - speziell für Kitas in NRW

Auch Landkreise können den Titel und damit Produzenten Fair fördern. Kriterien gibt es hier: Faire Landkreise. Der Kreis Minden-Lübbecke hat sich in diesem Jahr (2017) auch auf den Weg zur Zertifizierung gemacht.